HÄUFIGE FRAGEN

  • + Implantate - Wieviel Implantate benötige ich?

    Ein Anstieg der Implantate in Deutschland ist nicht zu leugnen. Waren es 2011 noch 200.000 Implantate, sind es 2007 bereits 950.000. 80 % davon werden von 20 % der Zahnärzte eingesetzt, die sich auf Implantologie spezialisiert haben. Circa 5 % der prothetischen Neuversorgungen wurden auf Basis von Implantaten vorgenommen. In den nächsten Jahren wird dieser Wert wohl weiter steigen.

    Die Betrachtung der weltweiten Werte ist ähnlich. Hier werden jährlich 1,5 Millionen Implantate verarbeitet. Diese sind mit einer jährlichen Zuwachsrate

    von 15 bis 20 % angegeben.

     

    Als Patient stellen Sie sich nun sicher die Frage, wie viele Implantate bei Ihnen nötig sind. Das hängt von Ihrer Indikationsklasse ab. Im Dezember 2008 erschien eine Neubeschreibung der Indikationsklassen in der dentalen Implantologie.

    Diese wurde von verschiedenen Berufsverbänden und Fachgesellschaften, die sich in der Konsensuskonferenz Implantologie in Deutschland zusammenschließen, übernommen. Dabei handelt es sich nicht um konkrete Vorgaben, sondern vielmehr um Empfehlungen zur Behandlung.

     

    Die Indikationsklassen zur Implantattherapie nach dem Konsensuspapier der Verbände BDO, DGI, DGMKG und DGZI Implantattherapie

     

    Die optimale Behandlungsmethode besteht darin, jeden einzelnen Zahn durch ein Implantat zu ersetzen. Zahn 8 eines Quadranten ist jedoch unersetzbar. Falls aus anatomischen oder wirtschaftlichen Gründen ein Zahn nicht ersetzt werden kann, sind die nachfolgenden Empfehlungen für Regelfallversorgungen zu beachten.

     

    Klasse I

    Klasse Ia: „Frontzahnersatz“ - Zähne der Oberkiefer-Front fehlen

    Einzelzahnersatz und Schaltlücke: Ein Implantat je fehlendem Zahn

    Wenn Zähne 32 bis 42 der Unterkiefer-Front fehlen: Indikation für zwei Implantate

    Wenn Zähne 33 bis 43 der Unterkiefer-Front fehlen: Indikation für zwei bis vier Implantate unter Berücksichtigung der speziellen anatomischen Verhältnisse

    Einzelzahnlücken der Unterkiefer-Front: Indikation für ein Implantat

    Klasse II: reduzierter Restzahnbestand und Freiendlücke

     

    Grundsatz:

    Handelt es sich um die implantologische Versorgung des reduzierten Restgebisses muss die Bezahnung des Gegenkiefers ebenfalls bedacht werden. Zudem sind die Regeln zur konventioneller Prothetik zu beachten. Es sind für die festsitzende Versorgung im Oberkiefer acht Pfeiler nötig. Für den Unterkiefer sind es zwei weniger, nämlich sechs Pfeiler. Sind natürliche Zähne in einer statisch günstigen Position und weisen eine gute Prognose auf, können diese angerechnet werden. Bei einer herausnehmbaren Versorgung werden sechs Pfeiler für den Oberkiefer und vier Pfeiler für den Unterkiefer benötigt. Auch hier können natürliche Zähne angerechnet werden.

     

    Klasse IIa „Freiendlücke“ Zahn 8 fehlt: in Ausnahmefällen Indikation zur Implantation

    Zähne 7 und 8 fehlen: Indikation für ein Implantat

    Zähne 6 bis 8 fehlen: Indikation für ein bis zwei Implantate

    Zähne 5 bis 8 fehlen: Indikation für zwei bis drei Implantate

    Zähne 4 bis 8 fehlen: Indikation für drei Implantate

     

    Klasse III: Zahnloser Kiefer: Für die Verankerung eines festsitzenden Zahnersatzes

    im zahnlosen Oberkiefer: acht Implantate

    im zahnlosen Unterkiefer: sechs Implantate

    Für die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes

    im zahnlosen Oberkiefer: sechs Implantate

    im zahnlosen Unterkiefer: vier Implantate

     

    Je nach individuellen anatomischen und prothetischen Zustand kann die Anzahl der benötigten Implantate variieren. Es haben sich seit 2002 neue Verfahren sowie neue Implantate in der Implantologie durchgesetzt. Auch für diese gilt die Neubeschreibung. Letztere wurde durch den Einsatz durchmesserreduzierter Implantate bei Zahnverlust in der Unterkiefer-Front notwendig. Heute wird bei reduziertem Restzahnbestand die Prognose von Pfeilerzähnen und bei Freiendlücken der Zahn 7 beachtet.

     

    Den Grund für die neue Bewertung erläutert der BDIZ EDI-Präsident Christian Berger wie folgt: „Für uns steht eine qualitativ hochwertige Zahnheilkunde und damit eine den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen folgende Implantologie im Vordergrund“.

     

    Die Stellungnahmen und Empfehlungen der Konsensuskonferenz „Implantologie“ sind nicht nur für Fachleute richtungsweisend, sondern auch für Gerichte, Kostenträger und Gutachter. Der Grund dafür ist, dass sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse und berufsrechtliche Faktoren als auch  aktuelle Therapiestandards betrachtet werden. Diese werden mit wissenschaftlichen Gesellschaften und Berufsverbänden abgestimmt.

     

  • + Was kosten Implantate?

    Die Kosten für Implantate sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Lage und Anzahl des Zahnersatzes spielt ein wesentliche Rolle. Auch ob Sie sich eine herausnehmbare oder festsitzende Ausführungen vorstellen sowie die vorhandene Knochensubstanz, sind nicht unwichtig. Auch Ihre Versicherungsart bestimmt den Preis. Gesetzlich Krankenversicherte müssen auf jeden Fall einen bestimmten Anteil stemmen, da die Krankenkassen nur bestimmte Kosten übernehmen. Um eine größtmögliche Erstattung herauszuholen, sollten Sie einige Dinge beachten.

     

    Regeln für Kassenpatienten:

    Seit 2005 bekommen gesetzlich Versicherte einen Pauschalbetrag von ihrer Krankenkasse, den Festzuschuss. Dabei ist erst einmal zweitrangig, um welche Art des Zahnersatzes es sich handelt. Wichtig ist eine Gesamtplanung der Kosten vor dem Behandlungsbeginn, da diese der Krankenkasse bzw. der Zusatzversicherung vor der Behandlung vorliegen muss. In dem Kostenvoranschlag sollten der Implantat-Kostenplan sowie zwei Heil- und Kostenpläne für Provisorium und für Zahnersatz enthalten sein. Bei größeren Behandlungen behalten sich die Krankenkassen eine Prüfung durch eine Vorbegutachtung vor.

     

    Der Behandlungsablauf sieht dann folgendermaßen aus:

     

    Implantologische Planung

    Zunächst erhalten Sie einen "Implantat-Kostenplan". Gesetzliche Krankenkassen gewähren keinen Zuschuss für die Implantation. Dieser Schritt umfasst zum Beispiel das Einsetzen der künstlichen Zahnwurzeln. Eine Zusatzversicherung hingegen würde diese Kosten abdecken. Ausnahmen bilden nur Patienten mit seltenen und speziellen Vorerkrankungen. Das betrifft beispielsweise Patienten mit Krebs im Kieferbereich.

     

    Interims- oder provisorische Versorgung

    Die Implantate heilen als "künstliche Wurzel" unter dem Zahnfleisch mehrere Monate ein. Aus diesem Grund ist ein Provisorium von Nöten, um die Zahnlücke darüber zu verstecken. Es stehen beispielsweise herausnehmbare Klammerprovisorien oder bei zahnlosen oder teilbezahnten Patienten eine Voll- bzw. Teilprothese zur Verfügung. Über den Kassenkostenplan kann eine Zuzahlung beantragt werden. Diese muss allerdings erst von der gesetzlichen Krankenkasse abgesegnet werden.

     

    Bei einer Versorgung mit einem festsitzenden zahn- oder implantatgetragenen Provisorium ist ein Zuschuss der Krankenkasse ebenfalls möglich. Hierfür muss der sogenannte "andersartige Kassenkostenplan" genehmigt werden. Doch die Kosten dafür werden nicht von jeder Krankenkasse übernommen. In dem Fall bleibt der Patient auf den Kosten sitzen.

     

    Endgültiger Zahnersatz bzw. prothetische Versorgung:

    Die Erstellung eines "andersartigen Heil- und Kostenplans" für die Anfertigung des endgültigen Implantats bildet den finalen Schritt. Haben Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen, können Sie auf einen entsprechenden Zuschuss hoffen. Die Höhe der übernommenen Kosten ist abhängig von dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse. Auch hier müssen konkrete Pläne eingereicht werden.

     

    Regeln für Privatpatienten

    Vor Beginn der Behandlung muss ein Kostenplan erstellt und bei der privaten Krankenkasse eingereicht werden. Ist dieser genehmigt, erhalten Sie einen kompakten Überblick über die Ihnen verbleibenden Kosten. Wie hoch die Erstattung ausfällt, hängt von Ihrem Tarif und entsprechenden Vereinbarungen ab. Eventuell werden einige Implantate in Ihrem Tarif nicht übernommen, andere aber schon. Genau das können Sie bei einer solchen Beantragung herausfinden. Eine Prüfung oder Vorbegutachtung behalten sich alle Kassen vor. Um die bestmögliche Kostenübernahme auszuschöpfen, sollte auf keinen Fall schon vorher mit der Behandlung begonnen werden. Ansonsten erhalten Sie keinen oder nur einen Teil des Zuschusses.

     

    Der Kostenaufstellung können Sie eine Übersicht über die implantologische Phase, die provisorische Versorgung und den endgültigen Zahnersatz bzw. die Suprakonstruktion entnehmen. Diese enthält auch immer den ausdrücklichen Hinweis, dass unvorhergesehene Mehrkosten entstehen können. Wenn zusätzliche Therapiemaßnahmen nicht vermeidbar sind, müssen diese möglicherweise vom Patienten getragen werden, da sie von der Kasse nicht übernommen werden müssen. Um welche Kosten es sich dabei im Einzelnen handelt, müssen die Erstattungsstellen vor Behandlungsbeginn bei Prüfung des Kostenplanes mitteilen.

     

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Zahncenter am Bahnhof

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